Wissenschaft
Die Wissenschaft widmet sich der Erforschung und der Weitergabe von Wissen. Auf methodische Weise untersucht sie Zusammenhänge, dokumentiert und veröffentlicht sie. Bereits in der Antike gab es mit der Platonischen Akademie eine wissenschaftsähnliche Einrichtung, wo unter anderem Philosophie und Mathematik unterrichtet wurde. Aristoteles bereits prägte das Ideal der Forschung, nämlich dass sie möglichst neutral, autonom und wertefrei sein sollte. Eben eine “Tabula rasa”, eine unbeschriebene Tafel, die noch von jedem Eindruck frei ist.
Begriffe
Der Begriff Akademie, der heutzutage für Hochschulen und Vereinigungen benutzt wird, geht ebenfalls auf diese Schule zurück. Heute sind Wissenschaftler an Universitäten, Akademien, Instituten oder auch in der Wirtschaft tätig. Aus wirtschaftlichem Interesse wird die Forschungsarbeit auch von staatlicher Stelle unterstützt. Hierzu existieren Forschungsträgerorganisationen wie die Max-Planck-Gesellschaft oder die Fraunhofer-Gesellschaft, die in eigenen Instituten Forschungen auf verschiedenen, zum Teil sehr spezialisierten Gebieten betreiben. Allein die Fraunhofer-Gesellschaft hat inzwischen mehr als 80 Einrichtungen in ganz Deutschland.
Gebiete
Eingeteilt wird das Gesamtgebiet in die Bereiche Natur-, Geistes- und Gesellschaftswissenschaften. Die Naturwissenschaften erforschen die belebte wie auch die unbelebte Natur. Zu ihr gehören die Bereiche Physik, Chemie, Biologie und Geologie mit ihren Unterabteilungen. Zum Teil überschneiden sich diese Gebiete auch, wie das in den Fachbereichen Geophysik und Biochemie der Fall ist. Bei den Geisteswissenschaften steht der Mensch im Vordergrund, hierzu gehören die Bereiche Geschichte, Religion, Sprache und Kunst. Und die Gesellschafts- oder Sozialwissenschaften befassen sich mit dem gesellschaftlichen Zusammenleben der Menschen. Dabei geht es sowohl um die sozialen Einflüsse durch Institutionen und Systeme als auch um ihre Wechselwirkung mit den einzelnen Menschen. Hierzu gehören viele Teilbereiche wie die Anthropologie, Ethnologie, Psychologie und Pädagogik. Da die Abgrenzung zu den Geisteswissenschaften oft schwierig ist, werden alle Gebiete, die den Menschen und seine Umgebung erforschen, inzwischen auch unter der Bezeichnung Humanwissenschaften zusammengefasst. Neben den drei Hauptgebieten gibt es noch als neuere Disziplinen die Agrar,- Ingenieurs-, Wirtschafts- und Rechtswissenschaft und die Medizin.
Forschungsarbeit
Am Anfang der Forschungsarbeit steht die Hypothese. Sie ist eine Behauptung, von der angenommen wird, dass ihre Richtigkeit bewiesen werden kann. In Frage hierfür kommen Fragestellungen aus dem Alltag oder aus früheren Forschungen. Diese Fragestellung wird in möglichst kleine Teilgebiete zergliedert, die nacheinander bearbeitet werden. Dabei wird jeder Schritt genauestens dokumentiert, um ihn für andere nachvollziehbar zu machen. Der Forscher notiert die Methoden, die er in seinen Versuchen angewendet hat, beschreibt die durchgeführten Experimente und dokumentiert die Resultate, die sich hieraus ergeben haben. All diese Daten fasst er in einem Manuskript zusammen, um sie eventuell später zu veröffentlichen. Ist die Hypothese, von der der Forscher ursprünglich ausgegangen ist, durch seine Versuche bewiesen, spricht man von einer Theorie. Ein Beispiel hierfür ist die Relativitätstheorie. Theorien, die vielen Untersuchungen standhalten, werden schließlich zu Naturgesetzen erklärt.
Eine Veröffentlichung der Forschungsergebnisse dient der Verbreitung der gewonnenen Erkenntnisse. Auf diese Weise können weitere Forscher partizipieren und das neue Wissen für ihre eigene Forschung nutzen und weiter entwickeln. Heutzutage trägt natürlich auch das Internet dazu bei, Forschungsergebnisse schnell weltweit publik zu machen. Ebenso wichtig ist die Lehrtätigkeit an Universitäten, um Kenntnisse an Studenten und damit an die zukünftigen Forscher weiterzugeben.
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