Lehre

Lehrjahre sind keine Herrenjahre … Diesen Spruch musste sich jeder anhören, der je eine Ausbildung gemacht hat. Die Lehre gilt als hartes Brot. Lehrlinge müssen häufig ungeliebte Arbeiten verrichten. Trotzdem oder gerade deswegen ist eine Lehre eine ungemein wichtige Erfahrung im Leben.

Was man im Beruf wissen muss

In der Lehre lernt man, was im Berufsleben wichtig ist, welche Inhalte der jeweilige Beruf mitbringt und wie schön es ist, selbstständig zu werden. Lehren bedeutet eigentlich so viel wie anleiten, vermitteln oder auch anweisen. Es soll einem einfach nah gebracht werden, welche Tätigkeiten der zu erlernende Beruf verlangt und wie diese genau auszuführen sind. Schließlich ist noch kein Meister vom Himmel gefallen. Die Lehre hat den Vorteil, dass sie praxisnah ausgelegt ist. Häufig haben Schulabgänger keine Lust mehr, noch länger theoretisch zu lernen. Sie möchten einfach etwas tun und natürlich auch Geld verdienen.

Fächer

In welchem Gebiet eine Ausbildung dann schließlich erfolgen soll, ist eine Frage der persönlichen Qualitäten. Nicht jeder ist technisch begabt oder möchte in einer Werkstatt arbeiten. Auch soziale Berufe kann nicht jeder ausüben. Es kommt wirklich darauf an, ob man sich mehr zu Menschen, mehr zu Computern oder mehr zum Handwerk hingezogen fühlt. Natürlich wollen auch Eltern & Lehrer bei der Berufswahl häufig ein Wörtchen mitreden, was nicht immer so ganz einfach ist. Eine Ausbildung ebnet den Lebensweg. Man entscheidet sich in jungen Jahren für einen Beruf, den man idealerweise bis zur Rente ausübt. Natürlich kann man sich später noch einmal umentscheiden und vielleicht noch etwas anderes lernen, aber häufig haben Menschen nur eine Ausbildung gemacht. Die Lehre ist natürlich auch zum Lernen da. Auch hier werden in der Berufsschule arbeiten geschrieben und Prüfungen verlangt, doch das Ende ist immer absehbar, denn die meisten Ausbildungen dauern zwischen 2 und 3,5 Jahren.

Probezeit

Begonnen wird eine Lehre mit einer Probezeit von ein paar Wochen bis zu einem halben Jahr. In dieser Zeit können sowohl der Lehrherr als auch der Auszubildende das Ausbildungsverhältnis spontan kündigen. Somit können sich beide Seiten einen ersten Eindruck der Zusammenarbeit verschaffen. Auch wenn man zu Beginn einer Ausbildung das Gefühl hat, gar nichts zu verstehen oder viel zu langsam zu arbeiten, sollte man den Kopf nicht in den Sand stecken. Jede neue Aufgabe verlangt andere Fähigkeiten, die man fördern oder erst lernen muss. Von Lehrlingen wird nicht verlangt, dass sie sofort alles können, deswegen machen sie ja eine Lehre, um einen Beruf zu lernen und die Ansprüche am Ende der Ausbildung zu erfüllen. Geschichtlich gesehen waren Lehrlinge früher Familienmitglieder einer Meisterfamilie. Der Meister hat dann die Unterkunft und Verpflegung des Lehrlings übernommen und ihn unter väterliche Obhut genommen. Heute kennt man das so nicht mehr. Junge Menschen bleiben zu Hause wohnen und gehen meist einer normalen Ausbildung nach.

Duales Ausbildungssystem

In Deutschland gibt es zurzeit das duale Ausbildungssystem, die Lehre besteht also aus Theorie und Praxis. Der Betrieb kümmert sich lediglich um die praktischen Arbeiten und die Berufsschule vermittelt den Auszubildenden, was in der Arbeitswelt allgemein und für den Ausbildungsberuf explizit wichtig ist. Natürlich werden auch allgemeine Inhalte vermittelt. Es ist schließlich auch notwendig, seine Rechte und Pflichten in der Lehre zu kennen.

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